Projekt :: Casecon Ultr@Qbe
14. Vorwort
Zuletzt aktualisiert: 03.06.2015

Willkommen zu meinem alten Casecon-Projekt Ultr@Qbe. Dazu muss ich im Voraus folgendes sagen: Das Projekt wurde im Jahr 2007 begonnen und abgeschlossen. Das Casecon selbst sowie die verbaute Hardware ist längst nicht mehr in Betrieb bzw. habe ich auch nicht mehr. Da es aber mein erstes Projekt ist, welches ich komplett für das Internet dokumentiert habe, möchte ich es nach wie vor noch auf meiner Homepage ausstellen.

Das Casecon habe ich u.A. auf der Modding-Seite Moddingtech ausgestellt, kurz darauf wurde es auf der russischen Modding-Seite modding.ru gezeigt. Das geschah zwar ohne meine Einwilligung und ich habe das nur zufällig über google gefunden, aber damals fand ich das irgendwie cool, dass meine Bastelei sogar in Russland berühmt war :D

Ich werde immer ganz nostalgisch, wenn ich mir die Projektseite durchsehe... *schwelg*

Da dies nur ein "Port" von der alten Homepage ist (nur die Gallerien wurden geupdated), ist die Reihenfolge des Fortschrittes hier von oben nach unten, nicht wie in den neuen Projektseiten von unten nach oben!

Also wenn noch Interesse besteht, wünsche ich viel Spaß beim Durchschauen =)
13. Einleitung
Zuletzt aktualisiert: 03.06.2015

Auf dieser Microsite werde ich alles über mein Casecon veröffentlichen. Hier kannst du sehen, wie ich ihn gebaut habe und wie er am Ende aussieht.

Als erstes fragst du dich vielleicht, wieso ich das überhaupt gemacht habe. Nun, das kann ich dir ganz einfach beantworten: Es ist mein Hobby ;) Ich habe schon immer Wert darauf gelegt, dass ich etwas habe, was nicht jeder hat. Es gibt da diese zwei Gehäse von MS-Tech und Chieftec



(Quellen: fredx.de und ttecx.de)

(eigentlich noch andere), so welche hat fast jeder. Dann werden die noch mit Kaufmods (Also ein paar Neon-Röhren, beleuchteten Lüftern ...) vollgestopft und gut iss. Sieht natürlich nicht schlecht aus, ist aber kaufmod xD.

Ich hab mich darum gleich entschieden, etwas zu machen, was nicht gerade mein Nachbar hat (also nur bespielhaft). So habe ich mich für den A+ XClio entschieden.

Bild Nr. 3

(Quelle: prohardver.hu)

Ich musste schnell sein, denn zu der Zeit, wo ich den gekauft habe (bei Caseking), wurde der Tower nicht mehr hergestellt. Den Tower habe ich nur einmal woanders gesehen: Auf der Cebit 2006 beim NVidia Stand in der typischen grün-schwarzen Lackierung. Sah einfach hammer aus !

Den habe ich dann mit einer selbstgebauten passiv-Wasserkühlung ausgestattet. War auch kaum hörbar, alles supi. Dann ist mir aber das Mainboard abgeraucht und ich musste mir ein neues kaufen: das A8N-SLI-SE von ASUS. Da es einen SLI-Chipsatz hat und dieser sich genau unter meiner Grafikkarte befindet, konnte ich ihn nicht mehr wasserkühlen. Also war Ende mit der Lautlosigkeit, denn der Lüfter auf dem Board macht einen sehr unangenehmen Krach. Nun, das tut aber momentan nichts zur Sache xD

Nun hatte ich meinen PC, aber der war mir nicht moddinghaft genug. Bis auf den Radiator an der Seite wars halt irgendwie auch wieder Kaufmod. Also habe ich mir eine eigene Creation ausgedacht. Als X-Box-Fan habe ich mich zuerst auf das Design spezialisiert, nachdem mir aber klar geworden ist, dass der PC da nicht reinpasst, kam mir der Geistesblitz: Ein Würfel ! Das hat nämlich wirklich nicht jeder und so gings erst mal ans grobe Zeichnen: (zum Vergrößern klicken)


Ich hab dann mal bei eBay nach Displays geschaut und direkt ein schönes 40x4 CLCD (Character Liquid Crystal Display) gefunden. Also musste ich die Skizze etwas abändern:


Bild Nr. 6
12. Das LCD
Zuletzt aktualisiert: 03.06.2015

So nun genug der Theorie. Das erste was angekommen ist, war das LCD.



Damit konnte ich aber natürlich erstmal nichts anfangen, denn die anderen Elektroteile zum Ansteuern bzw. zum Anschluss an den Parallelport des PCs waren noch nicht da, die kamen erst zwei Tage später.



So, die Teile waren da. Als Erstes wollte ich natürlich das LCD zum Laufen bekommen, also habe ich gleich angefangen, es nach dem Schaltplan von JaLCDs (leider nicht mehr Online) zu verlöten. Das LCD-Tutorial auf der Seite von Modding-Faq.de hat mir dabei sehr geholfen, so wusste ich schnell, dass ich die Bauteile am Besten bei Reichtelt bekomme. Dort sind sie günstig und ich bekam direkt alles, was ich benötigte. Ein LCD hätte ich da auch kaufen können, aber das war mir dann doch zu teuer ^^".

In der Hoffnung, ich könnte die Hintergrundbeleuchtung des LCD per Software steuern, habe ich eine Platine mit allen Bauelementen bestückt und auch die beiden 6mm-Potis (um sie an die Steuerkonsole des Cases anzubringen) mit einem Kabel an die Platine verlötet (etwas unscharf zu erkennen). Dann habe ich das LCD selbst verlötet, was nach der Übung an der Platine relativ einfach ging (habe vorher nicht sehr viel mit dem Lötkolben gearbeitet).



Nachdem ich nun LCD und Stecker für den Parallelport fertig hatte, hab ich alles angeschlossen und nach einer Software gesucht. Die Software JaLCDs hat mich am meisten angesprochen, da sich damit am besten meine Vorstellungen realisieren ließen. Problem war nur, dass man die Software auf der offiziellen Seite nicht mehr herunterladen konnte, so musste ich nach ihr googeln. Ich habe auch sehr schnell eine Seite gefunden, wo außer JaLCDs noch der Porttreiber und ein Plugin für Winamp zu finden waren. Ich habe alles heruntergeladen, installiert und konfiguriert und siehe da: Es klappte auf Anhieb !



Nach einigen Konfigurationen war ich endgültig zufrieden. Ich habe dann vorübergehend das LCD profesorisch auf das alte Case gestellt.

Bild Nr. 18
11. Elektronik 1
Zuletzt aktualisiert: 02.06.2015

Am nächsten Tag ging es weiter mit den Temperatursteuerungen für die Lüfter nach einem weiteren Tutorial auf Modding-Faq.de. Geplant war eine Platine mit zwei separaten Steuerungen für die Radiator-Lüfter und zwei Platinen mit jeweils einer Steuerung fü die Gehäselüfter.



Nach der Aktion sah mein Arbeitstisch schon richtig chaotisch aus :D

Bild Nr. 23

Wie man im hintergrund erkennen kann, habe ich die Steuerungen direkt an dem Lüfter der Gehäsewand getestet und auch sie liefen alle einwandfrei. Den Sensor habe ich an die Tischlampe gehalten, die war ja warm genug ^^.

Weiter ging es mit der Lichtsteuerung: Ich wollte, dass ein paar der LEDs im Gehäse von der Festplatten-LED gesteuert werden. Ich musste das Steuersignal aber erst auf 12V bekommen. Dazu las ich das entsprechende Tutorial auf Modding-Faq.de. Ich benötigte also einen Optokoppler. Habe ich natürlich alles schon bei Reichelt bestellt und so gings gleich weiter. Ach ja: den Strom zum Testen bekam ich von einem Stecker am PC-Netzteil.



Mittlerweile sind die LEDs angekommen. Superhelle, die ich bei einem Shop für Autotuningteile bekam. Ursprünglich sollten die als Unterbodenbeleuchtung dienen, aber für meine Zwecke waren sie ebenfalls gut zu gebrauchen ^^. ich habe 25 blaue und 25 grüne LEDs bestellt und kleine Platinchen mit jeweils 5 LEDs bestückt. Jede der Leisten wird mit 12 Volt betrieben:



So, damit war der erste Teil der Löterei fertig.
10. Das Gehäuse
Zuletzt aktualisiert: 03.06.2015

Nun wurde es Zeit für das Gehäuse selbst. Ich wollte einen Würfel, dazu besorgte ich verzinktes Blech. Das war schon fertig gebogen, es musste nur noch zusammengesetzt und verschraubt werden. Doch vorher habe ich alles aufgezeichnet.



Nun wurde es Zeit, mein Zimmer zu verlassen, denn die Bohrungen und die Verschraubung habe ich lieber im Keller gemacht.



Die Vorderseite wurde ebenfalls angebracht und dann musste ich mir erst einmal überlegen, wie ich die ganzen PC-Teile da drinnen festbekomme. Die beste Idee war, einfach ein PC-Case zu schlachten und die wichtigen Teile in mein Case einzubauen. Da mein Dad und ich ziemliche PC-FreakZ sind, lagen im Keller reichlich alte Cases herum. Ich habe ein Desktop-Gehäuse genommen und alles eingezeichnet. Gebraucht habe ich ja regelrecht den Teil, an das das Mainboard geschraubt wird und die Rückseite, wo die Steckkarten festgemacht werden sowie die Laufwerkskäfige. Ich habe ein altes Mainboard verwendet, um die brauchbare Fläche auszumessen.



Für den nächsten Schritt war wiederum der Keller nicht geeignet: das Aussägen. Das wurde dann in der Garage erledigt. Anfangs dachte ich, ich muss alles mit dem Dremel und glasfaserverstärkten Trennscheiben erledigen, alles Nötige habe ich auch schon besort. Aber mein Dad half mir ein wenig mit der Flex, denn das Ding is mir noch zu gefährlich. Er hat dann die Seitenteile, die Oberseite und einen Teil der Front bearbeitet, die Feinarbeiten habe ich dann mit dem Dremel gemacht.



Anschließend gings wieder in den Keller. Ich habe dort die gesägten Löcher entgratet (mit Feilen geglättet ^^) und dann an die Steuerkonsole gemacht. Ich hatte mir vor einigen Jahren auf einem Trödel ein paar Digitast-Taster gekauft und das Projekt war endlich eine Möglichkeit, diese zu nutzen. Einen als Power-Taste, einen zweiten für Reset. Dafür mussten rechteckige Löcher gemacht werden, und zwar mit der Feile. Das war stundenlange Arbeit, meiner Meinung nach die schwerste an dem ganzen Projekt. Aber ich habs durchgezogen und probeweise die beiden Taster und ein paar LEDs eingebaut. Unten rechts sind noch die Löcher für Audioanschlüsse und USB-Ports.



Weil ich bei Reichelt die falschen Kippschalter bestellt habe, war ich nicht sicher, welchen Durchmesser sie am Ende haben und deshalb habe ich die Löcher erst später gemacht. Auch die Rückseite kam etwas später. War auch das fertig, gings ans Verspachteln. Erst grober, dann Feinspachtel. Und aufgrund der Staubbildung beim Schleifen hab ich das draußen gemacht.


9. Elektronik 2
Zuletzt aktualisiert: 02.06.2015

Am Abend des Tages, an dem ich geschliffen habe, hatte ich einen heftigen Ausschlag am ganzen Oberkörper. Ich war mir ziemlich sicher, dass der Staub des Feinspachtels dafür verantworlich war. Deshalb hat mein Dad den Rest, also das Grundieren, wo auch geschliffen werdne muss, für mich erledigt. Derweil habe ich mich wieder ans Löten gemacht.



Als das Case zusammengebaut war, wurde mir schnell klar, dass das Netzteil nicht reinpasst. Einzige Lösung: Das Netzteil extern machen. Wie ? Darüber habe ich lange nachgedacht. Es hätte ein Stecker mit 40 Polen sein müssen, das gleichzeitig die maximal 12 Volt aushält. Ich habe mir alles überlegt. D-Sub, Scart oder ganz teure Harting-Stecker. Aber alles war nicht die beste Lösung. Dann kam mir der Geistesblitz: Einfach zwei ATX-Stecker. Also habe ich ATX-Verlängerungen gekauft und verlängert. Dazu half mir auch ein altes kapputtes Netzteil, das ich noch übrig hatte.



Nach dem (mal wieder stundenlangen) Verlöten das ganze testweise eingebaut.

Bild Nr. 51

Und hier das fertig modifizierte Netzteil.



Als Besitzer eines Handys habe ich natürlich ein USB-Bluetooth-Dongle. Mich nervt aber immer das Ein- und Ausstecken. Also dachte ich mir: wieso das Dongle nicht einfach gest in das Case einbauen ? Ich wollte einfach einen USB-Port in das Case legen und mit einem Schalter ein- und ausschalten können. Ich hatte es also aus einem weiteren alten Gehäuse ausgebaut und mit einem Kippschalter und einer blauen LED verbunden.

Bild Nr. 56
8. Lackierung
Zuletzt aktualisiert: 03.06.2015

Nun war das Gehäse fertig zusammengebaut und mein Lack war da. Voller Vorfreude stürzte ich mich damit in die Garage, wo ich das Case dann lackiert habe. Da wusste ich noch nicht, dass das so schwer und auch noch son ein dämlicher Lack war.



Mein Dad hat mir zum Glück unter die Arme gegriffen, denn sonst wäre ich an diesem Abschnitt schon verzweifelt. Er hat das Gehäse erstmal grundiert. Anschließend sah das so aus:



Dann habe ich es erst schwarz lackiert und dann den Basislack drüber. Die Rückseite habe ich schwarz gelassen (zumindest der Teil wo I/O- und Slotbleche nachher sind). Das ging soweit auch, bis auf ein paar Nasen und Flecken. War wirklich nicht so einfach, wie ich dachte.



Nachdem ich fertig war und eigentlich nicht wirklich zufrieden mit dem Ergebnis, habe ich noch eine zweite Ladung Lack besorgt und es mit meinem Dad erneut lackiert. Das ging noch einige Male so, weil der Lack echt so empfindlich ist, dass sogar nach Tagen z.B. Fingerabdrücke auf den Lack kommen und da auch bleiben. Vorsichtig habe ich also das Case ins Haus geschleppt. Hier nun die Bilder des fertig lackierten Gehäuses.



Nocheinmal der Warnhinweis: Kauft NIEMALS billigen Lack bei eBay !! Damit habt ihr nur Probleme, weil der qualitativ einfach nicht gut ist ! Gebt lieber ne Mark mehr aus (so 80 Euro aufwärts) oder lasst es direkt in der Lackiererei machen. Damit erspart ihr euch den meisten ârger.
7. Elektronik 3
Zuletzt aktualisiert: 03.06.2015

Ich habe mein altes Handy verkauft und nun ein neues, daher sind die Bilder ab hier auch anders. Eine größere Auflösung, aber teils schlechtere Qualität, weils in meinem Zimmer etwas dunkler ist um die Herbstzeit. Ich hoffe aber, das stört nicht weiter. Zuerst habe ich an den beiden Seiten die Metallgitter eingeklebt. Dann vorne unten den 80 cm Lüfter ebenfalls an ein Gitter geklebt.



Nun gings darum, das alles in das Case zu bekommen:



Angefangen habe ich mit dem Frontpanel: 2 USB-Ports und Audio in/out und Mikrofon. Das Ding habe ich auch an meinem alten Gehäse gehabt, nur das alles drum herum habe ich nicht gebraucht, so mussten sich Plastik- und Metallbefestigungen sowie der Firewire-Port verabschieden (zu der Zeit wusste ich noch nicht, dass ich ein Mainboard mit Firewire haben würde, deswegen habe ich den Port einfach entfernt).



Meine selbst gelöteten Platinen musste ich allesamt auf das Nötigste verkleinern, denn sonst hätte ich sie nicht in das Case bekommen. So habe ich sie also soweit verkleinert und für den Front-Lüfter eine Steuerung und da drüber die Lichtsteuerung geklebt. Die Platine für die Netzwerkkarte habe ich einfach auf die Karte geklebt.



Dann war das LCD dran. Das habe ich ebenfalls mit Heißkleber an das Case geheftet und dann die Kabel verlegt. Das Datenkabel soll nachher unter dem Mainboard langehen.


6. Elektronik 4
Zuletzt aktualisiert: 03.06.2015

Nun war es endlich Zeit, die Plexiglasscheibe einzusetzen. Und zwar mit Komponentenkleber. Wenn der mal trocken ist, hält der bombenfest. Mit kleinen Hözchen habe ich das ganze fixiert, denn Schraubzwingen o.ä. ging ja wegen dem Lack nicht. Mit äußerster Vorsicht habe ich also die Scheibe eingeklebt und einen Tag gewartet, bis der Kleber richtig trocken war.

    Bild Nr. 88Bild Nr. 89


Unter die Scheibe kamen dann die LEDs. Die Grünen oben, für die direkte Beleuchtung des innenlebens. Die blauen LEDs kamen dann an die Seite. Geplant war, dass die direkt aus den Seitengittern herausleuchten, damit man die Festplattenaktivität direkt im Blick hat. Auch den Bluetooth-Stick konnte ich nun oben rechts (von hinten gesehen) anbringen.

5. Neue PC-Teile
Zuletzt aktualisiert: 03.06.2015

Heute sind endlich die neuen PC-Teile gekommen. Komischerweise war die Pumpe, die ich einen Tag später bestellt hatte, einige Tage früher da. Aber der Versandhandel meines Vertrauens hatte einige Teile eben noch nicht sofort vorrätig.



Die Teile im Überblick:

Mainboard: Gigabyte GA-M56S-S3
Prozessor: AMD Athlon-64 X2 4600+ AM2 @ 2 x 2,4 Ghz
Ram: A-Data Vitesta Extreme 2GB DualChannel-Kit DDR2 800 4-4-4-12
CPU-Kühler: Zalman ZM-WB4 Plus
GPU-Kühler: Club3D AQUA1900
Tastatur: Revoltec Lightboard XL 2


Ich konnte es natürlich nicht abwarten, die Hardware auszupacken und zu verbauen. Immerhin konnte ich ja schonmal CPU und die Ramspeicher auf das Board stecken:

4. Die Grafikkarte
Zuletzt aktualisiert: 02.06.2015

Nun gings darum, das zu tun, was mir am meisten Angst machte: den Grafikkartenkühler wechseln. Warum ? Ganz einfach: Wenn was schief geht, ist die Garantie dahin und ich kann die teure Karte wegwerfen. Also bin ich vorsichtig vorgegangen. Mein erstes Mal war es ja nicht (beim letzten Mal bei ner 6600GT hab ichs zum Glück hinbekommen, aber da war auch nich so ein Monsterkühler drauf wie auf dieser Karte).


3. Elektronik 5
Zuletzt aktualisiert: 02.06.2015

Nun war nur noch die Rückseite dran, dann war das Gehäuse auch schon fertig. Die beiden 120er Lüfter von Xilence hatte ich natürlich schon längst bestellt und die warteten nur darauf, endlich an die Rückseite geklebt zu werden.



Anschließend habe ich die Temperatursteuerungen, die ich geteilt und verkleinert habe, damit die passen, an die Seiten der Lüfter geklebt und alle Kabel ordentlich verlegt. Auf der anderen Seite wurde der Radiator mit einem Stahlgitter mit dickeren Maschen befestigt und die Temperatursensoren an die Oberseite geklebt. Somit drehen die Lüfter schneller, sobald das Wasser und somit der Radiator wärmer wird.



Nun wurde die Hardware und der Klettverschluss für die Pumpe in das Gehäuse geklebt, damit ich die Pumpe zum Befüllen problemlos herausnehmen kann und die Schläuche angebracht. Ich habe die alten 8/6 Schläuche genommen, weil der Großteil des Systems entsprechende Anschlüsse hat. Leider hätte der CPU-Kühler nicht mehr festgemacht werden können, wenn ich die 10/8 Anschlüsse durch 8/6er ersetzt hätte, also musste ich vorerst profisorisch 10/8er Verbinder basteln und zur Abdichtung Isolierkleber um das ganze kleben. Ich wollte unbedingt den PC zum Laufen bekommen! Zudem habe ich die Stromkabel verklebt und das Kabel zu den Laufwerken mit einem Metallschlauch umhüllt. Die Kabel des Netzteils habe durch einen Stahlschlauch geführt (das heisst, ich musste die nochmal komplett neu löten). Das kann man sich bei den finalen Fotos genauer anschauen. Das NT ist sowieso noch nicht ganz fertig, denn ich möchte einen grün beleuchteten leisen Lüfter einbauen und das ganze NT mit beleuchteten Plexiglas umhüllen. Aber erstmal reicht die Konfiguration, um den PC zum Laufen zu bekommen.


2. Die Testphase - Funktioniert alles ?
Zuletzt aktualisiert: 03.06.2015

Nun war alles vorbereitet: Der PC konnte gestartet und getestet werden. Ich habe schon mit Funken und Rauch gerechnet, aber beim Einschalten lief alles auf Anhieb. Der Wasserkreislauf war stabil und die Temperaturen im Bios sahen auch mehr als vielversprechend aus.

Bild Nr. 114

Dann konnte ich das Gehäuse zusammenbauen (Pumpe rein, Deckel zu) und schon war das Ding fertig ! Nun wurde nur noch Windows installiert und Benchmarks durchlaufen lassen.



3D Mark 06 ohne AA/AS kommt noch und vielleicht noch 3D Mark 05 und 03 xD

Am Ende der Benchmarks hatte ich auch etwa die Temperaturhöchstwerte nach Everest. Die Grafikkarte war angeblich auf etwa 60°C, ist aber innerhalb von 1 Sekunde auf 50°C heruntergegangen. Der Prozessor hat 40-45°C erreicht (beide Kerne). Das System lag bei 40°C.

Im Dauerzustand habe ich eine Idle-Temeratur von 45°C bei der Grafikkarte und zwischen 35 und 40°C beim Prozessor. Unter Vollast nach langer Idle-Zeit ist der Prozessor schonmal auf 45°C und das System auf 52°C gekommen.
1. Fazit
Zuletzt aktualisiert: 03.06.2015

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit meinem Projekt. Die Temperaturen sind zwar etwas höher als die des alten Systems, aber das ist verständlich, weil die CPU mehr Leistung hat und die Grafikkarte ebenfalls nicht übel heizt, die wurde vorher ja nicht wassergekühlt. Die Graka ist außerdem nun 5-10°C kühler als vorher, obwohl der Originalkühler von Arctic Cooling auch nicht schlecht war. Das System ist sehr leise. Einerseits, weil der vordere Lüfter erst anspringt, wenn die CPU über 35°C geht, andererseits weil das Netzteil, welches das lauteste von allem ist, nun extern ist und dadurch mehr Platz für den Schall ist, sich auszubreiten. Die Pumpe ist auch kaum hörbar, man vernimmt nur ein leises Brummen. Leider hat nicht alles auf Anhieb funktioniert, so musste ich das LCD neu verlöten, weil ich beim Kürzen des Kabels zwei Drähte vertauscht habe und die Netzwerkkarte wurde nicht erkannt, weil sie nicht richtig im Slot steckte und eine LED für die Überwachung der Lüfter klappt auch nicht, weil sich wohl ein Kontakt gelöst hat. Bis auf die LED konnte ich alle Fehler beseitigen, weil ich nicht mehr an der Platine arbeiten konnte, die klebte ja bombenfest an der Rückseite.


Nun noch ein paar Anmerkungen zu der Arbeit. Ich bin froh, es gemacht zu haben. Es musste einfach sein, denn ich wollte der Welt zeigen, zu was ich fähig bin und ich empfand es als ein amüsantes Hobby. Die Zeit und das Geld, das ich hineininvestiert habe, hat sich auch sehr gelohnt, auch wenn einige das vielleicht anders sehen. Ein Spruch, den ich dazu ganz gut finde ist: Ein Hobby ist da, um so viel Geld wie möglich in den kleinsten Nutzen zu investieren. Das war hier der Fall, denke ich :D Aber auch wenn das Ergebnis sehr befriedigend ist, denn das Gehäuse ist genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte, muss ich sagen, dass ich etwas vergleichbares nicht mehr machen werde. Die Arbeit war teils echt verzweifelnd und ich war manchmal dem Moment nahe, aufzugeben, wie beispielsweise mit dem Lack. Aber ich hab es durchgezogen und bin nun ganz Glücklich drüber.


Aber es ist noch nicht Ende, als Nächstes werde ich mich an die Musik wagen. Wie in den News beschrieben (22.10.2007), habe ich Ubuntu Studio installiert mit vielen kostenlosen Programmen zur Musikproduktion. Es gibt ein nettes Tutorial auf www.ucapps.de, wie man sich eine eigene Midibox (also entweder einen Midicontroller für Software-sampler oder einen SID-Synthesizer -> SID = Der Musikchip des alten C64 ^^) baut. Das finde ich ganz interessant und werde mich als nächstes daran wagen, denke ich.